FAMILIE – WELCHEN EINFLUSS SIE HEUTE AUF DEINE PARTNERSCHAFT HAT

In Kindheit und Jugend sind unsere Eltern meist unsere Vorbilder. Wir bewundern und idealisieren sie. Später dann rebellieren wir gegen sie und sehen sie deutlich kritischer. Als Erwachsene sollten wir uns dann von ihnen gelöst haben, um unser eigenes Leben mit unseren eigenen Vorstellungen, Werten und Zielen zu leben.

Soweit die Theorie

Denn in der Praxis ist das gar nicht so einfach. Deswegen geht es in diesem Blogbeitrag um diese Themen:

  • Wie abgelöst bist du von deinen Eltern?
  • Ist dein Partner ein „Muttersohn“?

Wie abgelöst bist du von deinen Eltern?

  • Eine der Voraussetzungen für eine gute Partnerbeziehung ist, dass beide gut von ihren Eltern abgelöst sind. Dabei spielt die innere Ablösung eine größere Rolle als die äußere, wenn auch beide oft zusammenhängen.

Diese Ablösung ist gar nicht so einfach. Für beide Seiten. Erwachsene Kinder hängen manchmal noch mit guten oder schlechten Gefühlen an einem Elternteil. Und wenn die Kinder aus dem Haus sind und die Ehe der Eltern langweilig oder schlecht ist, klammern oft die Eltern am Sohn oder der Tochter. Machen sich dauernd Sorgen oder mischen sich ungefragt in alles Mögliche ein.

Ein häufiges Problem in Partnerschaften ist die mangelnde Ablösung des Mannes von seiner Mutter. Das kann passieren, wenn es dem Jungen nicht gelingt, etwa ab dem Alter von sechs Jahren ab und zu die Welt der Männer kennenzulernen. Entweder, weil der Vater physisch nicht anwesend ist oder zwar da ist, aber kein Interesse an seinem Sohn hat oder emotional für ihn nicht erreichbar ist.

Dann bleibt der Junge an der Mutter kleben und entwickelt sich, je nach Ausprägung zum Muttersohn, Casanova, Macho oder zum Prinzen.

Das zeigt sich früher oder später in der Partnerschaft.

  • Entweder, weil sich die Frau weniger als Partnerin ihres Mannes fühlt, sonder mehr als Mutter oder Alleinerziehende mit noch einem erwachsenen Kind
  • oder weil der Sex immer seltener wird, der Mann das aber nicht problematisch sieht
  • Dass die Paare keine Partnerschaft auf Augenhöhe führen, sondern es ein deutliches Gefälle gibt

Hier gilt es zu handeln. Am besten erst mal mit einer Bestandsaufnahme.

Was tun, wenn dein Partner eine der Charaktereigenschaften hat – also entweder Muttersohn, Casanova, Macho oder Prinz?

Das ist gar nicht so einfach, denn meist ist es so, dass du als Partnerin die Defizite in der Beziehung spürst. Oder du bist im Laufe der Zeit zu einem nacherziehenden Muttermonster mutiert, dass du selbst nicht leiden kannst.

Aber Muttersöhne, Casanovas, Macho oder Prinzen sehen fast nie das Problem bei sich. Denn sie sind ja zufrieden – wenn nur die Frau nicht so viel nörgeln würde.

Sie gehen auch brav zur Paartherapie mit. Aber wenn es eine weibliche Therapeutin ist, sollte man sich den Besuch sparen und lieber das Geld für ein teures Abendessen ausgeben.

Wenn überhaupt, lässt sich ein Muttersohn höchstens etwas von einem Mann sagen,

  • dass seine starke emotionale Nähe zu seiner Mutter ein entscheidender Störfaktor für die Paarbeziehung darstellt;
  • dass er als Junge sicher gute Erfahrungen mit seinem Vater vermisst hat, dass das sehr schade ist und er das betrauern muss, um seinen Frieden mit ihm zu machen;
  • dass er seine Partnerin via „Projektion“ zur Mutter macht. Entweder zur „guten“ Mutter, die seine Wünsche erfüllt und ihn umsorgt oder zur „bösen“ Mutter, die ihn kontrollieren und bestrafen will.

Und dass seine Partnerin das nicht verdient hat.

Es geht mir nicht darum, hier einen bestimmten Männertyp zu kritisieren. Meine Ausführungen sind beschreibend gemeint. Dein Partner ist auch nicht schuld. Er ist nur in einer unbewussten Dynamik verstrickt, von der er bis jetzt nichts weiß.

Du als seine Partnerin aber wohl auch. Denn du hast dir diesen Mann ausgesucht. Vielleicht weil du auch noch nicht ganz erwachsen bist, sondern ebenfalls innerlich noch an einem Elternteil gebunden bist.

Entweder an deine Mutter, die du heimlich verachtest und du jetzt eine bessere Mutter sein willst. Oder an deinen Vater, den du bewunderst und idealisierst – und neben dem kaum ein Mann eine Chance hat.

Was auch immer die Beweggründe bei beiden sind – es lohnt sich auf jeden Fall, diesem Thema mehr Aufmerksamkeit zu schenken um ein eigenes, authentisches Leben führen zu können.

K.

 

 

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